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Letzter Einsatz der Löschgruppe Wimbern

Gasgeruch

08.11.2022 um 14:24 Uhr auf der Mendener Str.

In einem Sonderobjekt wurde Gasgeruch vernommen. Der Bereich wurde von der Feuerwehr und dem ...
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BMA

05.11.2022 um 12:58 Uhr auf der Mendener Str.

Bestimmungsgemäße Auslösung der Brandmeldeanlage. Der Bereich wurde durch die ...
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Die nächsten Termine

Do. 08. Dez. 2022, um 19:30 Uhr im GH Wimbern
UVV / Seelsorge
Sa. 17. Dez. 2022, um 20:00 Uhr im GH Wimbern
Abschlussabend

Willkommen auf der Internetpräsenz der Löschgruppe Wimbern

Lagezusammenfassung Hochwasser 2021

Ein Einsatzgeschehen, wie wir es in den letzten zwei Tagen in Wickede (Ruhr) erlebt haben, ist für uns alle nicht alltäglich. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Einsatzkräften, vielen überörtlichen Einheiten und etlichen helfenden Händen aus Reihen der Bevölkerung haben wir die Einsatzlagen gemeistert.

Beginnend mit kleineren Einsätzen im gesamten Gemeindegebiet, wie beispielsweise vollgelaufenen Kellern oder überschwemmten Straßenzügen, entwickelten sich im Laufe des Nachmittags und abends mehrere Einsatzschwerpunkte in Wickede (Ruhr).

Im Ortsteil Echthausen lag der Einsatzschwerpunkt im Bereich des Schlosses.
Hier drohten die Wassermassen das Gebäude zu überschwemmen. Mittels vieler tatkräftiger Hände konnten in kürzester Zeit Unmengen von Sandsäcken befüllt und verbaut werden, sodass größere Schäden verhindert werden konnten.

In den Abendstunden spitzte sich die Lage auf einem Grundstück in den Ruhrwiesen dramatisch zu. Trotz des Einsatzes mehrerer Feuerwehr-Einheiten, des Bauhofes und Zügen des THW musste in den Morgenstunden das Gebäude aufgegeben werden. Obwohl mehrere Tausend Liter Wasser pro Minute abgepumpt wurden, war es eine der schwersten Entscheidungen der letzten Stunden, die Mannschaften von dem Grundstück abzuziehen.

Im Ortskern wurden die größten Bemühungen daraufgelegt, Betriebe zu schützen, bei deren Flutung es auch zum Austreten von gefährlichen Stoffen und Gütern hätte kommen können. Parallel drohte der Zusammenbruch der Stromversorgung, da mehrere Trafostationen im akut gefährdeten Bereich lagen. Auch hierzu wurden mehrere Löschzüge eingesetzt, sodass letztendlich die Trafostationen und die Betriebe verteidigt werden konnten.

Am Donnerstagmittag drohte dann der Bruch eines Stauwehres in der Ruhr aufgrund von angeschwemmten Geröll und Treibholzes. Um dies zu verhindern, musste das Stauwehr innerhalb von kürzester Zeit geöffnet werden. Hier bestand die akute Gefahr, dass die Wassermassen mit einer schwer vorhersehbaren Welle das Unterdorf und die Ruhrauen treffen könnten. Da von einer großen reellen Gefahr für die Einsatzkräfte in diesem Bereich auszugehen war, haben sich am Ruhrufer Strömungsretter der DLRG positioniert, die im Fall der Fälle für eine unmittelbare Rettung bereit standen.
Aus diesem Grund wurde auch über die Warn-App NINA und über Radio- und Lautsprecher-Durchsagen die Bevölkerung gewarnt. Zudem wurden zum ersten Mal die an mehreren Standorten in Wickede stationierten Sirenen zur Bevölkerungswarnung eingesetzt.
Parallel hierzu mussten 50 Schafe und mehrere Pferde vor dem Öffnen des Wehres im direkten Gefahrenbereich durch Feuerwehr-Einheiten gerettet.

Glücklicherweise haben sich die Befürchtungen nicht bestätigt. Durch die Wasser-Welle wurden keine weiteren Sach- und Personen-Schäden verursacht.
Zudem konnte ab diesem Zeitpunkt auch ein stetiges Sinken des Ruhr-Wasserpegels verzeichnet werden, sodass erste überschwemmte Straßenzüge vom Wasser befreit wurden.

An dieser Stelle möchten wir, die Freiwillige Feuerwehr Wickede (Ruhr), uns ganz herzlich bei den Feuerwehren des Kreises Soest und auch über die Kreisgrenzen hinweg, dem THW aus Soest, Lippstadt und Paderborn, der DLRG und allen weiteren beteiligten Hilfsorganisationen und Behörden bedanken. Die Zusammenarbeit mit allen war sehr professionell und zielführend.

Ein Dank gilt auch den vielen Privatpersonen und Unternehmen, die unkompliziert ihre Hilfe und Unterstützung angeboten haben.

Das Mitgefühl für die vom Hochwasser Betroffenen möchten wir hier auch zum Ausdruck bringen.

 

Bericht verfasst von Lars Schober (Löschzug 1 Feuerwehr Wickede)

 

Jahresdiensbesprechung LG Wimbern

 

„Ich spreche Euch im Namen aller Dorfbewohner Dank aus für Euer ehrenamtliches Engagement und Wünsche Euch Glück, Mut und Gottes Segen. Wir sind alle froh, dass wir Euch hier haben!“ - Ortsvorsteher Edmund „Ede“ Schmidt brachte es bei seiner Grußrede im Rahmen der Jahresdienstbesprechung der Löschgruppe Wimbern am Samstagabend in der örtlichen Schützenhalle auf den berühmten Punkt. Auch Sascha Seidel als stellvertretender Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Wickede berichtete über den guten Zusammenhalt der beiden Löschzüge und bekräftigte, dass die Feuerwehrleute in den kommenden Jahren weiter engagiert am ohnehin guten Teamgefühl arbeiten wollen, nicht zuletzt auch bei den gemeinsamen Übungen. Als 2. Zugführer des Löschzugs 2 fand Detlef Carrie ähnliche Worte und unterstrich zudem, dass den Frauen respektive den Partnern der Feuerwehrkameraden/innen auch ein großer Dank gebühre, denn nur durch deren Unterstützung und Akzeptanz sei letztlich gute Feuerwehrarbeit möglich. Die Ehefrauen oder Lebenspartner der Löschgruppenmitglieder waren auch zur Jahresdienstbesprechung eingeladen worden, was erfreulicherweise bestens angenommen wurde.

In der Rückschau auf das Jahr 2019 galt der Unfallserie an der Kreuzung der Bundesstraßen B 7 und B 63 in Höhe der „Alten Poststation“ ein besonderes Augenmerk. Hierbei mussten die Wimberner Feuerwehrleute innerhalb weniger Wochen gleich fünf Mal ausrücken, den Unfallort absichern, die Verletzten aus den Unfallfahrzeugen holen, sie mit betreuen und sichern sowie die Unfallstelle wieder abräumen und mit der Polizei während der Unfallbearbeitung den nicht unerheblichen Verkehr absichern. Weiter war die LG Wimbern bei diversen Sturmeinsetzen, bei der Abarbeitung von Brandmeldealarmierungen (Kloster, Häuser St. Raphael, Haus St. Josef), bei der Beseitigung von Ölspuren (auslaufende Brennstoffe) und bei verschiedenen technischen Hilfestellungen gefordert. Es gab in 2019 verschiedene Übungen mit der Löschgruppe Echthausen, der Wickeder Gesamtwehr und sogar kreisübergreifend mit Löschgruppen aus dem Mendener Raum. Bei den 17 Dienstabenden der LG Wimbern war Löschgruppenführer Julian Kirch-Schloetmann als einziger ohne Fehlzeit und wurde dementsprechend geehrt. Gefeiert wurde bei den Wimberner Blauröcken natürlich auch, so waren beim jährlichen Feuerwehrfest Ende August neben zahlreichen Familien und Gästen auch etliche Delegationen befreundeter Löschgruppen und Wehren zur Schützenhalle in den Wiesenweg gekommen. Die zweitägige Fahrt an den Mittelrhein und die Himmelfahrtswanderung sowie die traditionelle Ausrichtung des Osterfeuers rundeten das Jahresprogramm ab. Nach dem offiziellen Teil schloss sich ein bunter Abend mit Programm an.

Die Rückschau auf die Einsätze der Löschgruppe Wimbern im Jahr 2019 war am Samstagabend in der örtlichen Schützenhalle nur ein wichtiger Programmpunkt. Weiter galt es mit Reinhold Kirch einen allseits anerkannten und von allen Wickeder Feuerwehrleuten gleichsam geachteten Kameraden zu würdigen, da er sein Amt als langjähriger Stellvertretender Löschgruppenführer im Rahmen der Jahresdienstbesprechung der Gesamtwehr Anfang Januar auf eigenen Wunsch hin in jüngere Hände übergeben hatte.

„Du warst, bist und bleibst das Gesicht der Löschgruppe Wimbern!“, unterstrich Sascha Seidel (stellvertretender Wehrleiter der FFW) in seinem Grußwort an den aus dem Amt geschiedenen Feuerwehrfunktionär.

Am 1. Juni 1972 war Reinhold Kirch mit gerade einmal 16 Jahren mit brennendem Herzen und hochmotiviert in die Feuerwehr eingetreten. Schnell absolvierte er die entsprechenden Lehrgänge zum Feuerwehr- und Oberfeuerwehrmann und schließlich 1986 zum Unterbrandmeister. Als Maschinist, Funkfachmann und Ansprechpartner für Kameraden mit Suchtgefahr machte sich Kirch einen guten Namen doch als seine wahre Qualität stellte sich schon bald die Feuerwehr-Jugendarbeit heraus.

Hier leistete Kirch über 20 Jahre großartige Arbeit und wurde mit „seiner“ Wimberner Jugend, in der kreisweit einzigartig sogar 60 Prozent Mädchen organisiert waren, schließlich Kreismeister beim großen Jugend-Feuerwehrwettstreit mit fast 50 Teams, der bis heute alljährlich über Pfingsten ausgetragen wird.

„Wir alle konnten uns immer 100-prozentig auf Reinhold verlassen. Sein Wort war wie in Stein gemeißelt. Ich bin froh einen solch guten Freund über die ganzen Jahre an meiner Seite gehabt zu haben!“, bekräftigte auch Kirchs langjähriger Weggefährte Detlef Carrie, der lange Zeit als Löschgruppenführer und bis heute als stellvertretender Zugführer von Zug 2 (Echthausen, Wimbern) gemeinsam mit Kirch auf einer Linie stand. Reinhold Kirch erhielt für seine Leistungen sowohl das Ehrenabzeichen der Feuerwehr in Gold als auch 2007 die goldene Ehrennadel der Jugendfeuerwehren NRW.

Für seine zahlreichen Verdienste auch als Organisationstalent und inoffizieller Feuerwehrkoch in der schmucken blauen Uniform erhielt Reinhold Kirch aus den Händen seines Sohnes Julian Kirch-Schloetmann (Oberbrandmeister), der inzwischen die LG Wimbern anführt, am Samstagabend etliche Präsente und viel Beifall der anwesenden Kameraden und deren mit eingeladener Ehefrauen. Eigentlich selbstverständlich, dass auch Tochter Lisa Kirch (Hauptfeuerwehrfrau) als Jugendleitung Erfolg hat. Das Amt des 2. Löschgruppenführers haben Kirchs Neffe Marcel Kirch (Oberbrandmeister) und sein zukünftiger Schwiegersohn (Brandmeister) Patrik Sasse übernommen.

Ein bunter Blumenstrauß für Kirchs sympathische Ehefrau Andrea und ebenfalls kräftiger Applaus rundeten diesen Programmpunkt ab. Nach dem vorzüglichen Abendessen präsentierte Reinhold Kirch, der übrigens noch mindestens drei weitere Jahre als aktiver Feuerwehrmann weitermachen wird, einen interessanten Bildvortrag über die Geschichte des Wimberner Gerätehauses und des Feuerwehrturms, der ursprünglich zum Trocknen der Schläuche gebaut worden war. Das „Ausschießen“ eines kleinen Feuerwehrpokals auf der 10-Meter-Luftgewehr-Schießanlage des SSC Wildschütz beendete schließlich den gesellschaftlichen Teil der diesjährigen Jahres-Dienstbesprechung der LG Wimbern.

 

Text und Bilder: Andreas Hein (Soester Anzeiger)

 

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