Webmaster

^Nach Oben

foto1 foto2 foto3 foto4 foto5
foto5

Letzter Einsatz der Löschgruppe Wimbern

Rauchetwicklung durch technischen Defekt

13.12.2019 um 08:08 Uhr auf der Oesberner Weg

Wimbern - Beunruhigender Alarm ...
weiterlesen

Die nächsten Termine

Keine Termine

Jahresdiensbesprechung LG Wimbern

 

„Ich spreche Euch im Namen aller Dorfbewohner Dank aus für Euer ehrenamtliches Engagement und Wünsche Euch Glück, Mut und Gottes Segen. Wir sind alle froh, dass wir Euch hier haben!“ - Ortsvorsteher Edmund „Ede“ Schmidt brachte es bei seiner Grußrede im Rahmen der Jahresdienstbesprechung der Löschgruppe Wimbern am Samstagabend in der örtlichen Schützenhalle auf den berühmten Punkt. Auch Sascha Seidel als stellvertretender Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Wickede berichtete über den guten Zusammenhalt der beiden Löschzüge und bekräftigte, dass die Feuerwehrleute in den kommenden Jahren weiter engagiert am ohnehin guten Teamgefühl arbeiten wollen, nicht zuletzt auch bei den gemeinsamen Übungen. Als 2. Zugführer des Löschzugs 2 fand Detlef Carrie ähnliche Worte und unterstrich zudem, dass den Frauen respektive den Partnern der Feuerwehrkameraden/innen auch ein großer Dank gebühre, denn nur durch deren Unterstützung und Akzeptanz sei letztlich gute Feuerwehrarbeit möglich. Die Ehefrauen oder Lebenspartner der Löschgruppenmitglieder waren auch zur Jahresdienstbesprechung eingeladen worden, was erfreulicherweise bestens angenommen wurde.

In der Rückschau auf das Jahr 2019 galt der Unfallserie an der Kreuzung der Bundesstraßen B 7 und B 63 in Höhe der „Alten Poststation“ ein besonderes Augenmerk. Hierbei mussten die Wimberner Feuerwehrleute innerhalb weniger Wochen gleich fünf Mal ausrücken, den Unfallort absichern, die Verletzten aus den Unfallfahrzeugen holen, sie mit betreuen und sichern sowie die Unfallstelle wieder abräumen und mit der Polizei während der Unfallbearbeitung den nicht unerheblichen Verkehr absichern. Weiter war die LG Wimbern bei diversen Sturmeinsetzen, bei der Abarbeitung von Brandmeldealarmierungen (Kloster, Häuser St. Raphael, Haus St. Josef), bei der Beseitigung von Ölspuren (auslaufende Brennstoffe) und bei verschiedenen technischen Hilfestellungen gefordert. Es gab in 2019 verschiedene Übungen mit der Löschgruppe Echthausen, der Wickeder Gesamtwehr und sogar kreisübergreifend mit Löschgruppen aus dem Mendener Raum. Bei den 17 Dienstabenden der LG Wimbern war Löschgruppenführer Julian Kirch-Schloetmann als einziger ohne Fehlzeit und wurde dementsprechend geehrt. Gefeiert wurde bei den Wimberner Blauröcken natürlich auch, so waren beim jährlichen Feuerwehrfest Ende August neben zahlreichen Familien und Gästen auch etliche Delegationen befreundeter Löschgruppen und Wehren zur Schützenhalle in den Wiesenweg gekommen. Die zweitägige Fahrt an den Mittelrhein und die Himmelfahrtswanderung sowie die traditionelle Ausrichtung des Osterfeuers rundeten das Jahresprogramm ab. Nach dem offiziellen Teil schloss sich ein bunter Abend mit Programm an.

Die Rückschau auf die Einsätze der Löschgruppe Wimbern im Jahr 2019 war am Samstagabend in der örtlichen Schützenhalle nur ein wichtiger Programmpunkt. Weiter galt es mit Reinhold Kirch einen allseits anerkannten und von allen Wickeder Feuerwehrleuten gleichsam geachteten Kameraden zu würdigen, da er sein Amt als langjähriger Stellvertretender Löschgruppenführer im Rahmen der Jahresdienstbesprechung der Gesamtwehr Anfang Januar auf eigenen Wunsch hin in jüngere Hände übergeben hatte.

„Du warst, bist und bleibst das Gesicht der Löschgruppe Wimbern!“, unterstrich Sascha Seidel (stellvertretender Wehrleiter der FFW) in seinem Grußwort an den aus dem Amt geschiedenen Feuerwehrfunktionär.

Am 1. Juni 1972 war Reinhold Kirch mit gerade einmal 16 Jahren mit brennendem Herzen und hochmotiviert in die Feuerwehr eingetreten. Schnell absolvierte er die entsprechenden Lehrgänge zum Feuerwehr- und Oberfeuerwehrmann und schließlich 1986 zum Unterbrandmeister. Als Maschinist, Funkfachmann und Ansprechpartner für Kameraden mit Suchtgefahr machte sich Kirch einen guten Namen doch als seine wahre Qualität stellte sich schon bald die Feuerwehr-Jugendarbeit heraus.

Hier leistete Kirch über 20 Jahre großartige Arbeit und wurde mit „seiner“ Wimberner Jugend, in der kreisweit einzigartig sogar 60 Prozent Mädchen organisiert waren, schließlich Kreismeister beim großen Jugend-Feuerwehrwettstreit mit fast 50 Teams, der bis heute alljährlich über Pfingsten ausgetragen wird.

„Wir alle konnten uns immer 100-prozentig auf Reinhold verlassen. Sein Wort war wie in Stein gemeißelt. Ich bin froh einen solch guten Freund über die ganzen Jahre an meiner Seite gehabt zu haben!“, bekräftigte auch Kirchs langjähriger Weggefährte Detlef Carrie, der lange Zeit als Löschgruppenführer und bis heute als stellvertretender Zugführer von Zug 2 (Echthausen, Wimbern) gemeinsam mit Kirch auf einer Linie stand. Reinhold Kirch erhielt für seine Leistungen sowohl das Ehrenabzeichen der Feuerwehr in Gold als auch 2007 die goldene Ehrennadel der Jugendfeuerwehren NRW.

Für seine zahlreichen Verdienste auch als Organisationstalent und inoffizieller Feuerwehrkoch in der schmucken blauen Uniform erhielt Reinhold Kirch aus den Händen seines Sohnes Julian Kirch-Schloetmann (Oberbrandmeister), der inzwischen die LG Wimbern anführt, am Samstagabend etliche Präsente und viel Beifall der anwesenden Kameraden und deren mit eingeladener Ehefrauen. Eigentlich selbstverständlich, dass auch Tochter Lisa Kirch (Hauptfeuerwehrfrau) als Jugendleitung Erfolg hat. Das Amt des 2. Löschgruppenführers haben Kirchs Neffe Marcel Kirch (Oberbrandmeister) und sein zukünftiger Schwiegersohn (Brandmeister) Patrik Sasse übernommen.

Ein bunter Blumenstrauß für Kirchs sympathische Ehefrau Andrea und ebenfalls kräftiger Applaus rundeten diesen Programmpunkt ab. Nach dem vorzüglichen Abendessen präsentierte Reinhold Kirch, der übrigens noch mindestens drei weitere Jahre als aktiver Feuerwehrmann weitermachen wird, einen interessanten Bildvortrag über die Geschichte des Wimberner Gerätehauses und des Feuerwehrturms, der ursprünglich zum Trocknen der Schläuche gebaut worden war. Das „Ausschießen“ eines kleinen Feuerwehrpokals auf der 10-Meter-Luftgewehr-Schießanlage des SSC Wildschütz beendete schließlich den gesellschaftlichen Teil der diesjährigen Jahres-Dienstbesprechung der LG Wimbern.

 

Text und Bilder: Andreas Hein (Soester Anzeiger)

 

Facebook-Activity-Stream

Copyright 2020  Löschgruppe Wimbern